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Pittenhart. (igr)Die Wiesen rund um die Dokumentations- und Begegnungsstätte Hilgerhof in Niederbrunn bei Pittenhart sollen für Blumen, Kräuter und Gräser Heimat werden, die in der unter modernen Gesichtspunkten intensiv genutzten Landschaft keinen Platz mehr finden. Für dieses Anliegen erhielt der Kulturverein Hilgerhof jetzt Unterstützung durch die Pittenharter Erstklässler mit ihrer Lehrerin Petra Hauser. Denn die Mädchen und Buben lernten nicht nur von Naturführer Carsten Voigt, dass es auf einer Wiese viel mehr verschiedene Pflanzen und Tiere gibt, wenn die wenig gedüngt und nur zweimal im Jahr gemäht wird, sie legten auch Hand an bei der Anlage von Blumenwiese-Flecken in der Streuobstwiese mit in den letzten beiden Jahren neu gepflanzten Obstbäumen. An einigen Stellen wurde die Grasnarbe entfernt, die Kinder verteilten eine auf den Standort abgestimmte Samenmischung auf dem offenen Boden und pflanzten auch bereits entwickelte Pflanzen von Wiesen-Salbei, Margeriten, Wiesenbocksbart und anderen mehrjährigen Blütenstauden ein, die einst die Wiesen der Chiemgauer Landschaft geprägt hatten. Durch die größere Blütenvielfalt wird das Nahrungsangebot für Insekten bereichert und insbesondere die Honigbienen werden davon profitieren, die von Mitgliedern des Imkervereins Obing-Pittenhart hier gehalten werden.
Von den artenreichen „Inseln“ im modernen Grünland werden sich Blütenpflanzen wie Wiesenkerbel, Glockenblumen, Schafgarbe und Wiesenschaumkraut wieder weiter ausbreiten, hoffen Sabine Löw-Wurmannstetter und Inge Graichen, Projektbetreuer von „Die Chiemgauer Seenplatte blüht auf“. Über das Leader-Gemeinschaftsprojekt von 16 Gemeinden wurden Pflanzen- und Samenkosten finanziert.
Mit der Gemeinschaftsaktion von Kulturverein Hilgerhof, Gartenbauverein Pittenhart, Leader-Projekt „Die Chiemgauer Seenplatte blüht auf“ und der örtlichen Schule wurden neue Lebensräume geschaffen und ein Beitrag geleistet zur Erhaltung der Artenvielfalt der einheimischen Kulturlandschaft.
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