Und wieder stellen zwei Künstler in der Galerie am Hilgerhof im Rahmen einer Doppelausstellung ihre Werke vor. Der Galerie gelingt es heuer zum zweiten Mal, außergewöhnliche Arbeiten gemeinsam zu präsentieren und eine gewisse Spannung in der Ausstellung zu halten. Das zeigt auch schon der Titel der Ausstellung „Konträr“. Lisa Holländer aus Chieming und Johann Kirsch aus Buchbach sind die beiden Protagonisten,
die ihre Werke vom 22.07. bis zum 5.8.2018 den interessierten Besuchern zeigen wollen. Die Vernissage findet am 21.7.2018 um 18.00 Uhr statt.

Lisa Holländer stellt Arbeiten in einer Technik aus, die selten geworden ist. Collagen begleiten den Betrachter durch die Galerie. Die Künstlerin, hauptberuflich in der Zahnmedizin tätig, ließ sich 1990 in einem Seminar an der Akademie der Bildenden Künste in Trier unter der Leitung von Prof. Bernard Mandeville in dieser spannenden Kunstrichtung ausbilden. Von da an begleitete sie auch über viele Jahre den Maler und Grafiker Sepp Binder. Ausgestellt hat sie auch schon in Braunschweig, Aachen, Erlangen, Traunstein, Siegsdorf, Waging a. See und Geretsried. Lehraufträge an der VHS Traunstein und der VHS Waging a. See gehören ebenso zu ihrem feinsinnigen Engagement, wie die künstlerische Mitgestaltung des Sozialpädiatrischen Zentrums des Klinikums Traunstein. Sowohl die Person Holländer als auch die Technik der Collagen lassen es kaum zu, dass die Arbeiten abstrakt erscheinen. Gut gewählte Themen werden gegenständlich umgesetzt und „kommunizieren nicht“, wie sie verschmitzt lächelnd gesteht. Die Farben sind gut gewählt und überlegt angeordnet.

Die Galerieleitung freut sich, diese hervorragenden Collagen ebenso zu zeigen, wie die Arbeiten des Johann Kirsch, der 1960 in Buchbach (Kreis Mühldorf am Inn) geboren wurde. Er malte und zeichnete schon von frühester Kindheit an. Gefördert sowohl vom Kunstlehrer seiner Grundschule, als auch von der eigenen Familie, gelingt es Kirsch schon früh, sich autodidaktisch zu bilden. Der gelernte Schreiner und Zimmerer ist hauptberuflich seit 1996 als Hochbautechniker tätig und wohnt in Plessenberg. Es ist schwer vorstellbar, aber sein Beruf ließ ihm noch Zeit, sich mit der Kunst zu beschäftigen. Kirsch bezeichnet seine Tätigkeit als Künstler als seinen zweiten Beruf. Es gelingt ihm, sich in einem kunstschaffenden Rahmen zu etablieren und ordnet sich selbst in der Kunstrichtung des Realismus ein. Unverkennbar ist seine Bewunderung für die Künstler des Leibl-Kreises und der Chiemseemaler sowie die Künstler des 17 Jahrhunderts. So ist der Aufbau seiner Bilder technisch durchdacht, sie beginnen – ob auf Leinwand oder auf einer Holzplatte – mit einer Grundierung, gefolgt von einer Untermalung und ausgearbeitet mit Ölfarben. „Gemalt wird direkt von der Natur“ verweist der Maler gerne und zeigt nicht ohne berechtigten Stolz seine Arbeiten.

In diesem Kontext freut sich die Galerie Hilgerhof auf zahlreichen Besuch. Die Ausstellung ist jeweils Samstags und Sonntags von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet und wie gewohnt wird an den Sonntagen Kaffee und Kuchen gereicht.

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